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Der Communicator ist ein wahrer Alleskönner: e-Mail, News, Collobra, Composer und nicht zu vergessen Java, Javascript und auch teilweise CSS werden von ihm angeboten. Aber was, wenn man all diese Vorzüge nicht braucht? Es gibt zwar auch die Navigator-Version, ohne die Zusatzprogramme, aber selbst dieses Programmpaket ist für viele noch überdimensioniert. Also jedesmal, wenn in einer e-Mail ein Link auf eine HTML-Seite ist, gleich Netscape laden, obwohl sie damit die Seite nur für den Offline-Cache vormerken wollen? Die lange Ladezeit nimmt man dafür nur ungern in Kauf. Aber es gibt genug andere Browser, auch unter Linux, die als Alternative denkbar wären, aber sie sind kaum bekannt. Dies wollen wir ändern, und die einzelne Programme hiermit vorstellen. Textbasierte Browser wie lynx lassen wir dabei außer acht, und auch Browser, die sich noch so tief in der Entwicklung befinden, daß sie noch nicht zu gebrauchen sind. Auf unserem Testfeld fanden sich die Browser
GZilla, Grail, mmm, KFM, Qtmozilla und Skate.
Gzilla ist das kleinste Programm in unserem Testfeld und kann auch entsprechend schnell geladen werden. Es benutzt GTK und unterstützt Themes. Besonders duch seine kurze Ladezeit eignet es sich hervorragend um es aus anderen Programmen kurz aufzurufen (z.B. aus dem mail-Client). ![]() Gzilla erlaubt das Anlegen von Bookmarks,
bietet aber keine Funktion diese auch zu editieren. Die Bookmarks werden
im html-Fromat unter ~/.gzilla/bookmarks.html
gespeichert, wie dies auch von Netscape bekannt ist. Beide Formate sind
kompatibel, so daß man bei einem Kopieren der Netscape-Bookmarks
diese auch unter Gzilla benutzen kann.
>> export http_proxy="http://localhost:8080" Leider geht die Geschwindigkeit von Gzilla
auf kosten der Funktionalität, so kann er weder Tabellen, farbige Schriften,
farbigen Hintergrund oder animierte Gifs darstellen. Transparente Gifs
werden teilweise unterstüzt, wobei die Transparente Farbe einfach
durch das Grau ersetzt wird, welches jedes Dokument bei Gzilla als Hintergrundfarbe
benutzt. Dies funktioniert aber nur, solange man unter GTK keine Themes
benutzt. Denn dann entspricht diese Farbe nicht mehr der Fensterfarbe.
Außerdem hat Gzilla Probleme bei einigen CGI-Formularen. Frames,
Java oder Java-Skript werden nicht unterstützt. Aber dies überrascht
wohl kaum.
![]() Grail unterstütz HTML 2.0 komplett und teilweise HTML 3.2. Wegen der schlechten Performance des Programms ist es aber nur auf schnellen Rechnern zu empfehlen. Homepage: http://monty.cnri.reston.va.us/grail/
Ein weiterer Browser, der unter GPL programmiert
wird ist MMM. Auch dieser Browser ist in einer Skriptsprache geschrieben
(CamlTK41) und dementsprechend träge. Er benötigt Tcl7.5/Tk4.1p1
oder besser. Beim Zeitvergleich für einen Seitenaufbau liegt das Programm
gleich hinter Grail. Besonders lange benötigt MMM für den Aufbau
von Tabellen, untertützt aber im Gegensatz zum größen Teil
der Konkurrenz auch Frames. Teilweise hängt sich das Programm
auf, wenn eine Bilddatei in einer Seite nicht erhältlich ist, und
der Link nur ins Leere zeigt.
Etwas störend ist, daß das Programm
bei der Eingabe der URL auf das "http://" besteht und ansonsten den Dienst
verweigert.
Aber das Programm ist auch nicht als große
Applikation gedacht, sondern als kleiner portabler Browser.
Die Seitendarstellung erfolgt überraschend schnell und meistens korrekt.
Skate unterstützt natürlich auch Java-Applets (übrigens
als einziger Browser im Vergleichsfeld). Die Bookmarks müssen jeweils
beim Abspeicher schon in die Rubriken Shopping, News, Sports, Programming,
Downloads oder Persönliches einsortiert werden. Eigene Rubriken kann man leider
nicht erstellen. Auch zum verschicken von e-Mails bietet Skate ein kleines
Mail-Programm, welches aber nur als Notlösung zu verstehen ist und
kein eigenes Mail-Programm ersetzen kann.
Allerdings muß man sich daran gewöhnen,
daß einige Buttons und Menüpunkte ohne Auswirkung bleiben. Die
Programmierung ist eben nie abgeschlossen worden. Hingegen funktionieren
Preferences und Bookmarkverwaltung wie gewohnt. Ein Nachteil ist, daß
qtscape bei Grafiken, die ein Link sind, die Koordinaten des Mausklicks
hinter die Internetadresse anhängt. Dieses Feature (kein Bug) verhindert
allerdings den Einsatz von qtscape bei einem Offline-Proxy (z.B. wwwoffle),
da man so beim nächsten Besuch der Seite genau den selben Pixel anklicken
müßte.
In den folgenden Grafiken werden die benötigten
Zeiten zum Laden der verschiedene Programme miteinander verglichen
<--- besser
Die Zeiten sind keine absoluten Zeiten, sondern nur zum Vergleich gedacht. Als Referenz wurden auch die Zeiten des Netscape Communicators mit angegeben. <--- besser
Hier werden die benötigten Zeiten
(im relativen Vergleich) zum Laden einer Internetseite angegeben. Es handelte
sich dabei um eine Seite im lokalen Netz, so daß die Zeiten unabhängig
von den Übertragungsraten sind.
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