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In der letzten Ausgabe haben wir besprochen, wie man mit fetchmail die Post für alle Benutzer eines Rechners abholt. Diesmal gehen wir einen Schritt weiter und versorgen ein ganzes Netzwerk
Nachdem wir in der letzten Ausgabe mit fetchmail nur die Benutzer am lokalen PC mit Post versorgt haben, wollen wir nun für das gesamte heterogene Netzwerk einen Postserver (Protokoll POP3) bereitstellen. Der hierbei aufgezeigte Weg eignet sich besonders für kleinere Netzwerke, die nicht ständig mit dem Internet verbunden sind. ![]() Ein Linuxrechner ist zuständig für den Aufbau einer zeitweiligen Internetverbindung, und an diesen Rechner sind weitere PCs (Windows, Macintosch, OS/2 und Linux) angeschlossen.
Für diejenigen Benutzer, die an dem
Linux-Rechner arbeiten, der auch die Verbindung zum Internet herstellt
(also für den Fall, daß dieser Rechner nicht als reiner Server
benutzt wird, sondern gleichzeitig auch als Client), erfolgt die Konfiguration
analog wie im ersten Teil
unseres Berichts. Also .fetchmailrc anlegen, eintragen von "fetchmail
-d 150" in die /etc/ppp/ip-up
und schon ist man fertig.
Nun können die einzelnen Benutzer angelegt werden. Dies geschieht mittels Yast unter
Ist diese Prozedur erfolgreich verlaufen, muß an der .fetchmailrc weitergearbeitet werden.
Weil nun die Benutzer auf dem POP3-Server
bekannt sind, können wir sie auch in die /root/.fetchmairc eintragen.
Hierbei werden jetzt sowohl die lokalen
Benutzer als auch diejenigen Benutzer eingetragen, die den Linuxrechner
nur als POP3-Server benutzen.
Damit die Benutzer anderer Betriebssysteme
auf ihrem PC nun die Post lesen können, müssen sie in Netscape,
IE, Outlook, oder welches Mail-Programm sie benutzen, als POP3-Server die
IP-Nummer des Linux-PCs angeben. Denn ab nun übernimmt dieser statt
eines Servers im Internet die Rolle des POP3-Server für das gesamt
Netz. Als Passwort zum Zugriff auf die Post gilt jetzt das Passwort auf
dem Linux-POP3-Server und auch der Benutzernamen entspricht dem auf dem
Linux-Server. Damit die Antwortpost trotzdem ankommt, sollte man das Mailprogramm
so konfigurieren, daß unter "Reply to address" die e-Mail-Adresse
steht, die vom Internet aus erreichbar ist (z.B. [email protected]).
Die Konfiguration auf einer Linux-Maschine
läuft analog, nur kann man hier noch etwas die zusätzlichen Möglichkeiten
von Linux ausnutzen.
In vielen privaten Netzwerken wird auch
ein Server nachts ausgeschaltet. Leider kann dann von den anderen Rechner
aus die Post nicht mehr gelesen werden. Zumindest nicht unter Windows,
denn unter Linux gibt es abhilfe. Dort können wir derartige Probleme
umgehen, indem wir auf dem Linuxclient auch einen POP3-Server installieren,
der sich dann in regelmäßigen Abständen die Post vom eigentlichen
POP3-Server holt und den lokalen Benutzern zustellt. Die Post wird somit
von Server zu Server weitergereicht, sobald eine Netzwerkverbindung besteht.
Falls der Server nicht aktiv ist, wartet der Client so lange, bis er wieder
erreichbar ist, und holt sich sofort seine Post.
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