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Mit Samba ist es möglich zwischen Windows und Linux im LAN Dateien zu teilen. Unter Windows wird dann in der "Netzwerkumgebung" der Linux-Rechner genauso erscheinen, wie andere Windows-Maschinen im Netz. Andersherum ist es auch möglich von Linux aus die Festplatten eines Windows-Rechners zu mounten, wenn diese denn freigegeben sind, und mit diesen genauso zu arbeiten wie mit den eigenen Dateien. Die Konfiguration von Samba hat sich zwar schon vereinfacht, ist aber für Linux-Neulinge immer noch recht kompliziert. Wir versuchen nun eine Schritt-für-Schritt Anleitung zu liefern, mit der die Konfiguration eines eigenen Samba-Servers klappen sollte. Zumeist ist bei einer Linux-Distribution eine Version von Samba schon dabei, wer jedoch noch eine 1.x.x-Version besitzt, sollte diese ersteinmal deinstallieren und sich dann eine neurere 2.0.x-Version aus dem Netz hohlen. Man erhält Samba von der Homepage http://de.samba.org (deutscher Mirror). Wer durch seine Distribution schon eine 2.0-Version installiert hat, braucht erst wieder bei der Konfiguration mitmachen. Nachdem wir die Datei heruntergeladen haben, entpacken wir sie nach /tmp >> tar zxvf samba-xxxxxx.tgz -C /tmp Im Verzeichnis /tmp/samba-xxx/src führen wir dann das configure-Skript aus >> cd /tmp/samba-xxxxx/src/ Besitzen Sie einen Kernel mit einer Versionsnummer größer als 2.1.70 dann benutzen Sie >> ./configure --enable-smbmount ansonsten starten sie das Script nur mit >> ./configure Nachdem das Skript alle Optionen an das eigenen System angepaßt hat, kompilieren wir Samba mit einem >> make Das Kompilieren kann je nach Rechner mehrere Minuten dauern. Wenn alles ohne abschließende Fehlermeldung kompiliert wurde, können wir samba in ein Verzeichnis in /usr/local/ kopieren, wo standardmäßig alle selbst hinzugefügten Programme plaziert werden (nur besonders große Pakete wie Gnome, StarOffice oder KDE kommen nach /opt ). Alle Programme in /usr/local sollten nur vom root beschreibbar sein. Deshalb kopieren wir das Programmpaket auch als root: >> su Nach Eingabe des Passwortes kopieren wir mit >> cp -a /tmp/samba-xxxx /usr/local Auch alle weiteren Schritte müssen wir als root ausführen, denn als nächsten kopieren wir die kompilierten Dateien an die richtigen Stellen: >> cd /usr/local/samba-xxxx/source
Dabei legt Samba das Verzeichnis /usr/local/samba an, in dem die Binärdateien, die Konfigurationsdatei und unter anderem auch die Log-Dateien abgelegt werden.
Eine Konfigurationsdatei namens "smb.conf" muß im Verzeichnis /usr/local/samba/lib/ angelegt werden. >> touch /usr/local/samba/lib/smb.conf Wir beginnen zum Testen mit einer Minimalkonfiguration
Hinter "workgroup=" muß der selbe Name stehen, der auch unter Windows bei den Netzwerkeigenschaften unter Arbeitsgruppe zu finden ist.
Nach dem Editieren der Konfigurationsdatei starten wir Samba durch die Befehle >> /usr/local/samba/bin/nmbd -D
Nun können wir uns unter Windows einloggen,
müssen hier aber einen Benutzernamen wählen,der auch unter Linux
existiert.
Mit der jetzigen Konfiguration, können
sie schon auf alle Dateien ihres Linux-Rechners zugreifen. Wir wollen
aber die Einstellungen noch etwas verfeinern. Wir ändern die Konfigurationsdatei
/usr/local/samba/lib/smb.conf . Die folgende Konfiguration sollte auf den
meisten PCs funktionieren. Wir werden nicht im einzelnen auf die Einstellungen
eingehen. Bei näherem Interesse sollte man sich die Anleitungen unter
http://de.samba.org ansehen.
Wir beenden die vorhin gestarteten nmbd und smbd ersteinmal. Also PID-Nummer ausfindig machen mit >>ps x Ausgabe:
und dann zweimal mit >> kill NUMMER wobei hier die PID-Nummer eingesetzt wird, die als erstes in der jeweiligen Zeile angezeigt wird. Wir starten die Dienste erneut, jetzt aber mit der neuen Konfigurationsdatei: >> /usr/local/samba/bin/nmbd -D
und suchen unter Windows Netzwerkumgebung den Linux-Rechner. Eigentlich sollte er hier erscheinen, falls nicht, hilft häufig ein Blick in die Log-Dateien /usr/local/samba/var/log.smb und /usr/local/samba/var/log.nmb . In der nächsten Ausgabe erklären wir dann, wie man von Linux aus auf Windows-Festplatten zugreift, und was sich hinter SWAT verbirgt.
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