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Web-Publishing automatisieren -- Sitecopy
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Webserver
Sie besitzen eine oder mehrere Homepages auf verschiedenen Servern, die sie alle regelmäßig aktualisieren.
Dann kennnen Sie bestimmt auch den Horror der ständigen FTP-Uploads. 
In diesem Fall ist Sitecopy geradezu ideal.


 
Upload ganz automatisch

Wer kennt es nicht, das Problem mit der eigenen Homepage. Man hat einige Seiten verändert, erinnert sich mit Mühe noch daran, welche es waren, erhält dann aber nur eine miserable ftp-Verbindung zum Server, die dauernd abbricht und so langsam ist, daß der Upload endlos lange dauert. Sitecopy nimmt sich genau diesem Problem an und ermöglicht es, seine Homepage auf einem entferten Webserver immer den Daten auf der lokalen Platte abzugleichen.
 
 

Webpage mirror

Es empfiehlt sich, seine Webseiten auch auf dem lokalen Webserver (siehe Artikel zu Apache) laufen zu lassen. Somit findet man z.B. schneller kaputte Links und kann sogar CGI-Skripte testen. Dann muß man allerdings darauf achten, daß man bei Verweisen innerhalb seiner eigenen Dokumente keine absoluten sondern nur relative Querverweise benutzt, so daß diese sowohl im Internet als auch auf der lokalen Festplatte funktionieren.
Hat man z.B. zwei Homepages, eine bei Geocities und eine bei Tripod, dann sollte man zwei Verzeichnisse in seinem Webserver anelgen

>> mkdir /usr/local/httpd/htdocs/geocities
>> mkdir /usr/local/httpd/htdocs/tripod

(wobei /usr/local/httpd/htdocs bei SuSE das Verzeichnis ist, in dem der Webserver seine Seiten beherbergt. Dieses Verzeichnis kann bei anderen Distributionen verschieden sein.)
und dann in diese Verzeichnisse die Seiten kopieren.
Nun müssen Sie Sitecopy noch mitteilen, welche Verzeichnise gespiegelt werden und auch, auf welchen FTP-Server die Daten kopiert werden sollen.
Dies geschieht durch eine Datei .sitecopyrc, die im Homeverzeichnis abgelegt wird.
Zuerst erzeugen wir diese Datei durch

>> touch ~/.sitecopyrc

und editieren sie dann mit einem Texteditor
 

Datei ~/.sitecopyrc
site tripod # Jede Homepage bekommt einen Namen
        server ftp.tripod.com # der Ftp-Server
        username joe # Login-Name beim FTP-Server
        password joespasswd # Das Passwort zum Login
#       exclude *.cgi  # keine .cgi-Dateien hochladen
        remote / #bei Tropod ist / das Homeverzeichnis
        local /usr/local/httpd/htdocs/tripod/

site geocities
        server ftp.geocities.com
        username joe2
        password joepaswd2
        remote ~/  # bei geocities ist ~/ das Homeverzeichnis
        exclude geobook.html # Das Gästebuch nicht hochladen!
        local /usr/local/httpd/htdocs/mirror/

Jede Seite erhält dabei einen eigenen Namen, über den sie später angesteuert wird.
Sind die Dateien im Netz genauso aktuell wie die lokalen, dann muß man dies Sitecopy beim ersten Start mitteilen durch

>> sitecopy -c -a

Falls nicht, empfiehlt es sich die Dateien auf dem FTP-Server komplett zu löschen und danach komlett neu hochzuladen mit

>> sitecopy -u -a

Dadurch sind die lokalen und die Internetdateien synchronisiert. Ändert man jetzt eine beliebeige Datei, löscht oder erzeugt eine Datei oder Verzeichnis, bemerkt Sitecopy dies beim nächsten start und paßt die Datein und Verzeichnisse auf dem FTP-Server entsprechend an.
 
 

im Hintergrund

Um nun nicht jedesmal, wenn man im Internet ist, das Programm per Hand starten zu müssen, empfiehlt es sich, Sitecopy in das Skript /etc/ppp/ip-up aufzunehmen. Allerdings muß Sitecopy auch von der Person ausgeführt werden, in dessen Homeverzeichnis sich die Datei ".sitecopyrc" befindet. Da das Script ip-up jedoch als root ausgeführt wird, muß man entweder die Konfigurationsdatei nach /root/ kopieren, oder man läßt den Befehl unter einer anderen Benutzerkennung laufen:

>>su -c "sitecopy -u -a" <BENUTZERNAME>

Von Zeit zu Zeit sollte man aber Sitecopy nochmal per Hand starten, um zu sehen, ob es nicht wegen Fehler den Upload abbricht. Dies passiert, wenn es versucht, ein Verzeichnis zu erstellen, welches aber schon existiert. Diese Synchronisationsprobleme können auftreten, wenn das Programm während des Uploads nicht ordnungsgemäß unterbrochen wurde. Auch bei CGI-Skripten muß man noch nachhelfen, da diese auf den Server ohne ausführbare Rechte kopiert werden. Ein Eintrag der Form

      permissions all
in der Datei .sitecopyrc sorgt dann für Abhilfe.
 
 
Frontend

Mittlerweile gibt es auch ein Gnome-Frontend, welches unter einer standard Suse-Distribution jedoch nicht zum Kompilieren zu bewegen war. Dies ist auch gar nicht notwendig, da Sitecopy eines von denjenigen kleinen Helfern ist, welche nur im Hintergrund arbeiten sollten. Eine Oberfläche ist daher sowieso überflüssig.

Homepage:  http://www.lyra.org/sitecopy/


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