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LinuxNetMag #3
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Cron und At erlauben
es, zu regelmäßigen oder zu bestimmten Zeiten Befehle auszuführen.
So hilfreich die
Programme auch sind, die meisten Benutzer treten mit ihnen nur ungern in
Kontakt, da die Konfiguration selbst für Linux recht abschreckend
ist. Zwei Programme versprechen Abhilfe.
At und Crontab ermöglichen ein zeitgesteuertes
Ausführen von Befehlen. Während At den Befehl nur einmal zu einem
festgesetzten Zeitpunkt ausführt, ist Cron für die regelmäßigen
Aufträge zuständig. Wollen Sie etwa alle halbe Stunde die Zugriffsstatistiken
Ihres Web-Servers aktualisieren, ist Cron das richtige Programm.
Die Konfiguration von Cron erfolgt über
eine Textdatei im Verzeichnis
/var/cron/tabs, wo für jeden Benutzer
eine Datei abgelegt wird, in der die Befehle eingetragen werden und die
dazugehörigen Zeitpunkte, in denen diese ausgeführt werden sollen.
Allerdings sollte man diese Datei nicht per Hand ändern, sondern über
das Programm Crontab. Dieses startet durch den Befehl
>> crontab -e
einen Texteditor, in dem man dann die Datei
ändern darf. Besonders bei älteren Distributionen wird hier standardmäßig
vi als Editor benutzt, dessen kryptische Bedienung die meisten Benutzer
vor Rätsel stellen wird.
Und ohne vorheriges Lesen der Manpages
zu Cron wird man kaum ahnen, wie die genaue Reihenfolge der Zeitangaben
in der Crontab erfolgt.
So war es nur eine Frage der Zeit, bis
graphische Oberflächen für Cron entwickelt wurden.
Trotz TCL/TK8.0 Oberfläche sieht das
Programm etwas veraltet aus, erfüllt aber trotzdem seinen Zweck. Das
Programm bietet die Möglichkeit, sowohl Cron-jobs einzustellen als
auch At-Befehle zum einmaligen Ausführen zu konfigurieren.
Die Uhrzeiten, Monate und Wochentage werden
per Checkboxes mit der Maus ausgewählt. So können zwar keine
Fehler entstehen, allerdings ist diese Vorgehensweise sehr unpraktisch,
wenn man einen bestimmten Befehl alle 2 Minuten ausführen will. So
muß man sich 30 mal durch die Menüs klicken.
In der Konfiguration per Texteditor reicht
dafür ein 0-59/2. Dies ist zwar nicht so intuitiv, aber dafür
wesentlich schneller. Ein Knopf mit dem Befehl "alle X Minuten" wäre
von Vorteil.
Ansonsten zeichnet sich das Programm durch
Unterstützung von mehreren Sprachen und Online-Hilfe aus (auch wenn
diese sehr spärlich ausgefallen ist).
Die auszuführenden Befehle werden
in einer Zeile per Hand eingetragen oder können, falls nur ein Programm
auszuführen ist, per File-Browser ausgesucht werden.
Allerdings fehlt eine Funktion zum Konfigurieren
von Variablen. So schickt Cron defaultmäßig eine Mail an den
Besitzer der Crontab, falls ein Befehl nicht ordnungsgemäß ausgeführt
werden konnte. Um dies zu unterbinden, ist der Eintrag
MAILTO=""
in der Crontab notwendig. Derartige Einträge
sind allerdings mit Vcron nicht möglich.
Trotzdem kann das Programm durchaus überzeugen,
speziell für all diejenigen, die nicht KDE auf ihrem System haben
und somit nicht Kcrontab nutzen können. Denn für die wenigen
Fälle, wo man seine Crontab ändert, möchte man nicht jedesmal
wieder die Manpages nach dem Konfigurationssyntax durchsuchen, und mit
32 KB ist das Programm äußerst klein.
Der zweite Kandidat zur Crontab-Konfiguration
ist Kcrontab, welches -wie der Name schon andeutet- ein KDE-Programm ist.
Man kann das Programm zwar auch unter anderen Windowmanagern benutzen,
allerdings müssen die KDE-Basispakete installiert sein, um z.B. die
Online-Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Die Oberfläche ist
wesentlich ansprechender gestaltet, und auch die Hilfe ist ausführlicher.
Allerdings wird nur die Konfiguration von Cron und nicht von At-jobs unterstützt.
Ein großer Pluspunkt ist, daß
das Programm auch das Editieren von Variablen unterstützt. Außerdem
gibt es einen Knopf, um einen Befehl jeden Tag oder auch jeden Monat auszuführen.
Was fehlt, ist auch hier die Möglichkeit, einen Befehl "alle X Minuten"
auszuführen. Die Uhrzeiten werden per Hand eingetragen, allerdings
wird ein Eintrag wie 0-59/2 nicht unterstützt, da das Textfeld keine
Sonderzeichen erlaubt (nur Zahlen kleiner 60 und Kommata).
Zu jedem Befehl, der leider nicht per
File-Browser ausgewählt werden kann, ist es möglich, ein
Kommentar hinzuzufügen, so daß man nachträglich immer noch
nachvollziehen kann, wofür der jeweilige Befehl ausgeführt wurde.
Kcrontab besitzt bisher noch keine eigene
Hompage, sondern ist nur von der KDE-Hompage aus zu finden.
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