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Die
Installation von Wine hat sich mittlerweile stark vereinfacht, da es nun
auch vorkompilierte Versionen und sogar rpms gibt. Allerdings sind die
so erhältlichen Versionen zumeist einige Wochen älter als der
neueste Sourcecode. Und das ist besonders ärgerlich, da Wine mit jedem
Versionssprung meistens auch einen großen Entwicklungsschub erlebt.
Deshalb erklären wir hier nicht, wie man die vorkompilierten Versionen installiert (da gäbe es auch nicht viel zu erklären), sondern wir bemühen uns, eine Wine-Version aus dem Quellcode zu erzeugen. Also zunächst müssen wir von Download http://www.winehq.com/ die neueste Wine-Version herunterladen. Hierfür sollte man einige Zeit einplanen. Selbst mit ISDN kann der Download 20 Minuten dauern. Wir haben für diesen Text die Version wine-990815 benutzt. Nach dem Entpacken des Programms nach /tmp >> tar zxvf wine-990815.tgz -C /tmp begeben wir uns in das neu generierte Verzeichnis und führen dort ein >> make depend && make aus.
Nach einem erneuten >> make sollte Wine nun durchkompilieren. Danach können wir den gesamten Quellcode mit Binärdatei als root nach /usr/local/ kopieren, vorausgesetzt, wir haben dort genügend Platz, denn das gesamte Verzeichnis benötigt stolze 230 MB. >> su Passwort eingeben >> cp -a /tmp/wine-990815/ /usr/local [falls Sie nicht genügend Speicherplatz haben, können Sie das Kopieren auch weglassen und aus dem tmp-Verzeichnis heraus Wine installieren] Wir gehen nun ins neue Verzeichnis >> cd /usr/local/wine-990815/ und installieren das Paket mit >> make install Jetzt muß Wine noch an das System angepaßt werden, dafür gibt es mittlerweile ein grafisches Frontend. Dieses starten wir mit >> /usr/local/wine-990815/tools/wineconf.tcl
Wählen Sie den Button "Auto-generate a new configuration file". Daraufhin fragt Sie das System nach einigen Hardwaredaten, z.B. ob bestimmte CD-Laufwerke auch als CD-Brenner genutzt werden können. Danach installiert das Programm die Konfigurationsdatei wine.conf nach /usr/local/etc/ . Nur leider bricht hier das Programm beim Generieren der Konfigurationsdatei immer mit einer Fehlermeldung ab. Wir behelfen uns daher mit dem Programm wineinstall >> /usr/local/wine-990815/tools/wineinstall welches nun allersdings ohne grafische
Oberfläche die Konfigurationsdatei erzeugt.
Somit haben wir nun auch eine Datei /usr/local/etc/wine.conf . Die dortige Datei ist die systemweite Konfigurationsdatei. Es empfiehlt sich aber eine eigene im Homeverzeichnis namens .winerc anzulegen, die dann an die eigenen Bedürfnisse angepaßt werden kann. Diese Datei überschreibt dann die Einstellungen ins /usr/local/etc/wine.conf . Als normaler Benutzer (nicht mehr als root) kopieren wir nun die Daten ins Homeverzeichnis: >> cp /usr/local/etc/wine.conf ~/.winerc Danach starten wir winconf.tcl erneut (/usr/local/wine-990815/tools/wineconf.tcl
und wählen nun den Knopf
Hier kann man unter anderem einstellen,
unter welchen Laufwerksbuchstaben die einzelnen Festplatten erreichbar
sein sollen.
Nun geht es ans Ausprobieren:
Um nun die Emulation zu benutzen, startet man einfach Wine und gibt dahinter den Pfad zum Windows-Programm an. Für Wordpad heißt der Befehl beispielsweise >> wine /mnt/cdos/Programme/wordpad.exe
Mittlerweile ist die Konfiguration durch
grafische Frontends sehr vereinfacht worden. Nur leider gibt es beim Installieren
des Source-Codes hier und da immer noch Stolperfallen. Es handelt sich
ja schließlich auch um eine Alpha-Version. Trotzdem läßt
sich mit Wine schon vernünftig arbeiten.
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