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LinuxNetMag #4
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Lernen Sie, wie Sie Ihren eigenen FTP-Server unter Linux installieren
und welche grafischen FTP-Clients unter Linux existieren.
| Der Server ist doch schon dabei?! |
Wahrscheinlich sind Sie jetzt etwas überrascht, daß Sie unter Linux Ihren
eigenen FTP-Server installieren sollen, schließlich ist ein Server doch bei
allen Distributionen standardmäßig schon von Beginn an installiert.
Mal ganz abgesehen davon, daß es vielleicht trotzdem interessant ist, welche
einzelnen Komponenten beim Server alle zusammenspielen, hat man häufig das
Problem, daß gerade der falsche FTP-Server installiert ist, oder für alle
Sicherheitsfanatiker, daß man dringend eine neue Version des Servers
installieren muß, da der alte ein Sicherheitsloch hat.
Auf dem Linux-Markt gibt es eine ganze Reihe an FTP-Servern, die alle für
spezielle Ansprüche benutzt werden. Der am weitesten verbreitete Server
ist wahrscheinlich WuFTP. Diesesr Server zeichnet sich durch
umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten aber auch durch seine Größe aus.
Möchte man nun den standardmäßig installierten Server beispielsweise
durch WuFTP ersetzen, so sollte man zuerst einmal den Server aus dem
Netz laden
(zu finden unter: http://www.wu-ftpd.org) und entpacken.
>> tar zxvf wuftp-2.x.x.tar.gz -C /tmp
>> cd /tmp/wuftp-2.x.x
Um den Server nun zu kompilieren, benötigen Sie root-Rechte.
Zum Kompilieren reicht der Eintrag:
>> ./build lnx
Wenn Sie schon vorher Ihren FTP-Server konfiguriert hatten, ist spätestens
jetzt der Zeitpunkt gekommen, Ihre Konfigurationsdateien zu sichern, denn
im nächsten Schritt werden diese Dateien überschrieben.
>> ./build install
In der Datei /etc/inetd.conf benötigen Sie jetzt noch einen Eintrag zum Starten
des FTP-Servers als Service.
swat stream tcp nowait.400 root /usr/sbin/tcpd ftpd -a
Der letzte Eintrag muß auf die auszuführende Datei "ftpd" zeigen.
Befindet sich das Programm nicht in Ihrem $PATH, dann können Sie hier auch
stattdessen den absoluten Pfad angeben.
Die Option "-a" aktiviert die zusätzlichen Funktionen, die WuFTP anbietet.
Um nun den Server zu starten, sendet man ein sogenanntes HUP-Signal
zum Prozeß:
>> killall -1 inetd
Dies bewirkt ein Beenden und ein sofortiges Neustarten des Programms.
Beim Neustart werden dann gleich die geänderten Konfigurationsdateien benutzt,
so daß hier ein Reboot entfällt.
Auf der Seite des Benutzers benötigt man einen FTP-Client. Natürlich kommt
jede anständige Linux-Distribution gleich mit dem Konsolen-Client "ftp".
Allerdings ist dieses Programm zumeist umständlich zu bedienen und höchstens
für kleine Scriptprogramme geeignet.
Muß man sich häufiger auf FTP-Servern herumtollen, wünscht man sich schnell
einen übersichtlichen grafischen FTP-Client.
Hier gibt es gleich eine große Anzahl an Kandidaten, die -wie so häufig-
alle ihre Stärken und Schwächen besitzen und sich somit jeweils an eine
bestimmte Benutzergruppe richten.
Wxftp/AxyFTP
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Das Programm AxyFTP, welches früher den Namen WxFTP hatte, existiert in
zwei Oberflächen, als Motif- und als GTK-Version.
Das Programm benutzt, wie bei vielen anderen FTP-Programmen, zwei
Datei-Browser. Einerseits für das lokale und andererseits für des Verzeichnis
auf dem entfernten Host.
Besondere Funktionen sind das rekursive Herunterladen von
Verzeichnissen, sowie das rekursive Hochladen von Dateien.
Auch das Wiederaufnehmen von abgebrochenen Downloads wird unterstüzt.
Homepage :
http://www.wxftp.seul.org
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IglooFTP
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IglooFTP ist ein kommerziell vertriebener FTP-Client, von dem es aber auch
eine kostenlos erhältliche Beta-Version gibt.
Das Programm besitzt eine moderne GTK-Oberfläche mit vielen bunten Buttons.
Besonders gelungen ist die Bookmarkverwaltung, welche ähnlich aufgebaut ist
wie beim Netscape-Browser. Auch die Preferences werden über einen
Netscape-ähnlichen Dialog eingestellt.
Leider ist die frei erhältliche Beta-Version recht instabil und stürzt
häufiger ab.
Homepage: http://www.littleigloo.org
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tkFTP
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TkFTP ist ein TCL/TK Client und sollte deshalb auf vielen verschiedenen
Plattformen lauffähig sein.
Das Programm ist sehr rudimentär und unterstützt nur die notwendigsten
Funktionen. Die Einstellungen beschränken sich auf die Angabe der
e-mail-Adresse und einer Log-Datei. Beide Angaben können aber auch frei gelassen
werden, so daß das Programm ohne jegliche Konfiguration eingesetzt werden
kann.
TkFTP unterstützt auch eine Bookmarkliste, in der man häufig besuchte
FTP-Server abspeichern kann.
Homepage: http://a.trevano.ch/~jermini/tkftp/
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SkateFTP

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SkateFTP ist ein weiteres in TCL/TK geschriebener FTP-Client. Zusätzlich
benötigt das Programm noch die Skripterweiterung Tix4.1, welche bei
einigen Distributionen noch per Hand nachinstalliert werden muß.
Das Programm beitet einen ähnlich geringen Funktionsumfang wie
TkFTP, hat im Gegensatz zu diesem Programm aber eine ansprechendere
Oberfläche.
Homepage: http://members.xoom.com/apostle1/software.html
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gFTP
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Das GTK-Programm gFTP gibt es mittlerweile schon in der Version 2.x und
macht einen entsprechend ausgereiften Eindruck.
Besondere Fähigkeiten des Programms sind unter anderem:
Das Programm ist multithreadfähig und erlaubt es dadurch, mehrere
Dateien gleichzeitig herunterzuladen.
Eine Bookmarkleiste, die auf einfache Weise konfiguriert werden kann,
ermöglicht einem, schnell auf bestimmte FTP-Server zuzugreifen.
Natürlich wird auch ein rekursives Herunterladen von Verzeichnissen und
den dazugehörigen Unterverzeichnissen ermöglicht.
GFTP bietet auch eine Download-Queue, in die man die gewünschten
Dateien einträgt, welche dann der Reihenfolge nach heruntergeladen
werden.
Viele weitere Funktionen runden das Programm ab, und machen gFTP
zu einem nützlichen Tool.
Homepage: http://gftp.seul.org
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DPS-FTP
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DPS-FTP ist ein weiterer in GTK programmierter FTP-Client, der vom
Aussehen und Funktionsumfang her mit IglooFTP oder gFTP durchaus
vergleichbar ist.
Das Programm benötigt zum Kompilieren die programmeigene Library
dpsftplib, die auch auf der Homepage des FTP-Clients erhältlich ist.
Zusätzlich benötigt man, da das Programm mit Hilfe des Programms
Glade erstellt wurde, auch die Glade-Bibliotheken.
Wenn einem das alles zu umständlich ist, sollte man sich lieber
eine statisch vorkompilierte rpm-Datei holen.
Homepage: http://dpsftp.sourceforge.net
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KFTP
Gleich zwei Prgramme stellen Anspruch auf den Namen KFTP. Beides sind
KDE-Programme und befinden sich noch sehr im Entwicklungsstadium.
http://www.informatik.uni-halle.de/~trebs/kftp/
http://www.linuxfocus.org/~eric.santonacci/kftp/
kpftp
Kpftp ist ein KDE-Frontend für den Konsolen-FTP-Client Pftp.
http://www.pftp.de/kpftp.html
cftp
Der Konsolen-FTP-Client cftp, welcher durch Benutzung von Ncurses
sehr komfortable zu bedienen ist, ist auch zur Benutzung in einer
Telnet-Sitzung geeignet.
http://ftp.giga.or.at/pub/nih/cftp/
guiftp
Bei Guiftp handelt es sich um einen sehr einfach gehaltenen
FTP-Client, der eine GTK-Oberfläche besitzt.
http://www.altern.org/ldufresne/guiftp/
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