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  FTP Lernen Sie, wie Sie Ihren eigenen FTP-Server unter Linux installieren und welche grafischen FTP-Clients unter Linux existieren.

Der Server ist doch schon dabei?!

Wahrscheinlich sind Sie jetzt etwas überrascht, daß Sie unter Linux Ihren eigenen FTP-Server installieren sollen, schließlich ist ein Server doch bei allen Distributionen standardmäßig schon von Beginn an installiert.
Mal ganz abgesehen davon, daß es vielleicht trotzdem interessant ist, welche einzelnen Komponenten beim Server alle zusammenspielen, hat man häufig das Problem, daß gerade der falsche FTP-Server installiert ist, oder für alle Sicherheitsfanatiker, daß man dringend eine neue Version des Servers installieren muß, da der alte ein Sicherheitsloch hat.

Auf dem Linux-Markt gibt es eine ganze Reihe an FTP-Servern, die alle für spezielle Ansprüche benutzt werden. Der am weitesten verbreitete Server ist wahrscheinlich WuFTP. Diesesr Server zeichnet sich durch umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten aber auch durch seine Größe aus.
Möchte man nun den standardmäßig installierten Server beispielsweise durch WuFTP ersetzen, so sollte man zuerst einmal den Server aus dem Netz laden (zu finden unter: http://www.wu-ftpd.org) und entpacken.

 >> tar zxvf wuftp-2.x.x.tar.gz -C /tmp
 >> cd /tmp/wuftp-2.x.x
Um den Server nun zu kompilieren, benötigen Sie root-Rechte.
Zum Kompilieren reicht der Eintrag:
 >> ./build lnx
Wenn Sie schon vorher Ihren FTP-Server konfiguriert hatten, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, Ihre Konfigurationsdateien zu sichern, denn im nächsten Schritt werden diese Dateien überschrieben.
 >> ./build install
In der Datei /etc/inetd.conf benötigen Sie jetzt noch einen Eintrag zum Starten des FTP-Servers als Service.
swat    stream  tcp     nowait.400  root    /usr/sbin/tcpd	ftpd -a
Der letzte Eintrag muß auf die auszuführende Datei "ftpd" zeigen. Befindet sich das Programm nicht in Ihrem $PATH, dann können Sie hier auch stattdessen den absoluten Pfad angeben.
Die Option "-a" aktiviert die zusätzlichen Funktionen, die WuFTP anbietet.

Um nun den Server zu starten, sendet man ein sogenanntes HUP-Signal zum Prozeß:

 >> killall -1 inetd
Dies bewirkt ein Beenden und ein sofortiges Neustarten des Programms. Beim Neustart werden dann gleich die geänderten Konfigurationsdateien benutzt, so daß hier ein Reboot entfällt.

Clients

Auf der Seite des Benutzers benötigt man einen FTP-Client. Natürlich kommt jede anständige Linux-Distribution gleich mit dem Konsolen-Client "ftp".
Allerdings ist dieses Programm zumeist umständlich zu bedienen und höchstens für kleine Scriptprogramme geeignet.
Muß man sich häufiger auf FTP-Servern herumtollen, wünscht man sich schnell einen übersichtlichen grafischen FTP-Client.
Hier gibt es gleich eine große Anzahl an Kandidaten, die -wie so häufig- alle ihre Stärken und Schwächen besitzen und sich somit jeweils an eine bestimmte Benutzergruppe richten.

Wxftp/AxyFTP
Das Programm AxyFTP, welches früher den Namen WxFTP hatte, existiert in zwei Oberflächen, als Motif- und als GTK-Version.
Das Programm benutzt, wie bei vielen anderen FTP-Programmen, zwei Datei-Browser. Einerseits für das lokale und andererseits für des Verzeichnis auf dem entfernten Host.
Besondere Funktionen sind das rekursive Herunterladen von Verzeichnissen, sowie das rekursive Hochladen von Dateien.
Auch das Wiederaufnehmen von abgebrochenen Downloads wird unterstüzt.
Homepage : http://www.wxftp.seul.org

IglooFTP
IglooFTP ist ein kommerziell vertriebener FTP-Client, von dem es aber auch eine kostenlos erhältliche Beta-Version gibt.
Das Programm besitzt eine moderne GTK-Oberfläche mit vielen bunten Buttons.
Besonders gelungen ist die Bookmarkverwaltung, welche ähnlich aufgebaut ist wie beim Netscape-Browser. Auch die Preferences werden über einen Netscape-ähnlichen Dialog eingestellt.
Leider ist die frei erhältliche Beta-Version recht instabil und stürzt häufiger ab.
Homepage: http://www.littleigloo.org

tkFTP
TkFTP ist ein TCL/TK Client und sollte deshalb auf vielen verschiedenen Plattformen lauffähig sein.
Das Programm ist sehr rudimentär und unterstützt nur die notwendigsten Funktionen. Die Einstellungen beschränken sich auf die Angabe der e-mail-Adresse und einer Log-Datei. Beide Angaben können aber auch frei gelassen werden, so daß das Programm ohne jegliche Konfiguration eingesetzt werden kann.
TkFTP unterstützt auch eine Bookmarkliste, in der man häufig besuchte FTP-Server abspeichern kann.
Homepage: http://a.trevano.ch/~jermini/tkftp/

SkateFTP

SkateFTP ist ein weiteres in TCL/TK geschriebener FTP-Client. Zusätzlich benötigt das Programm noch die Skripterweiterung Tix4.1, welche bei einigen Distributionen noch per Hand nachinstalliert werden muß.
Das Programm beitet einen ähnlich geringen Funktionsumfang wie TkFTP, hat im Gegensatz zu diesem Programm aber eine ansprechendere Oberfläche.
Homepage: http://members.xoom.com/apostle1/software.html

gFTP
Das GTK-Programm gFTP gibt es mittlerweile schon in der Version 2.x und macht einen entsprechend ausgereiften Eindruck.
Besondere Fähigkeiten des Programms sind unter anderem:
Das Programm ist multithreadfähig und erlaubt es dadurch, mehrere Dateien gleichzeitig herunterzuladen.
Eine Bookmarkleiste, die auf einfache Weise konfiguriert werden kann, ermöglicht einem, schnell auf bestimmte FTP-Server zuzugreifen.
Natürlich wird auch ein rekursives Herunterladen von Verzeichnissen und den dazugehörigen Unterverzeichnissen ermöglicht.
GFTP bietet auch eine Download-Queue, in die man die gewünschten Dateien einträgt, welche dann der Reihenfolge nach heruntergeladen werden.
Viele weitere Funktionen runden das Programm ab, und machen gFTP zu einem nützlichen Tool.
Homepage: http://gftp.seul.org

DPS-FTP
DPS-FTP ist ein weiterer in GTK programmierter FTP-Client, der vom Aussehen und Funktionsumfang her mit IglooFTP oder gFTP durchaus vergleichbar ist.
Das Programm benötigt zum Kompilieren die programmeigene Library dpsftplib, die auch auf der Homepage des FTP-Clients erhältlich ist.
Zusätzlich benötigt man, da das Programm mit Hilfe des Programms Glade erstellt wurde, auch die Glade-Bibliotheken.
Wenn einem das alles zu umständlich ist, sollte man sich lieber eine statisch vorkompilierte rpm-Datei holen.
Homepage: http://dpsftp.sourceforge.net

KFTP
Gleich zwei Prgramme stellen Anspruch auf den Namen KFTP. Beides sind KDE-Programme und befinden sich noch sehr im Entwicklungsstadium.
http://www.informatik.uni-halle.de/~trebs/kftp/
http://www.linuxfocus.org/~eric.santonacci/kftp/

kpftp
Kpftp ist ein KDE-Frontend für den Konsolen-FTP-Client Pftp.
http://www.pftp.de/kpftp.html

cftp
Der Konsolen-FTP-Client cftp, welcher durch Benutzung von Ncurses sehr komfortable zu bedienen ist, ist auch zur Benutzung in einer Telnet-Sitzung geeignet.
http://ftp.giga.or.at/pub/nih/cftp/

guiftp
Bei Guiftp handelt es sich um einen sehr einfach gehaltenen FTP-Client, der eine GTK-Oberfläche besitzt.
http://www.altern.org/ldufresne/guiftp/


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