Im zweiten Teil unseres Samba-Kurses erklären wir kurz die Installation von SWAT und
stellen ein paar nützliche kleine Tools vor.
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Das Samba-Programm Swat bietet eine einfache Administration des
Samba-Services per Web-Browser.
Allerdings startet man Swat nicht mit einem einfachen Programmaufruf,
sondern muß diesen Service als Systemjob laufen lassen. Diese (relativ schnell
vollbrachte) Installation wollen wir kurz erklären:
Als erstes muß in der Datei /etc/services folgender
Eintrag eingefügt werden:
swat 901/tcp
Die Zahl 901 bezeichnet den Port, unter dem Swat später
angesprochen werden kann. Standardmäßig sollte man hier 901 verwenden.
Achten Sie darauf, daß alle in dieser Datei aufgeführten Services nach der
Portnummer sortiert sind. Swat sollten Sie deshalb auch in der entsprechenden
Zeile einführen. Zwar wird das Programm ansonsten auch funktionieren, aber so
finden Sie den Eintrag schneller wieder.
Als nächstes benötigen Sie noch einen Eintrag in der Datei
/etc/inetd.conf. Dort sollten Sie einen
Eintrag der folgenden Art vornehmen:
swat stream tcp nowait.400 root /usr/local/samba/bin/swat swat
Der vorletzte Eintrag in dieser Zeile gibt den Pfad zum auszuführenden
Programm an.
Nachdem Sie nun die /etc/services und die /etc/inetd.conf
angepaßt haben, senden Sie ein sogenanntes HUP-Signal zum Prozeß:
>> killall -1 inetd
Dies bewirkt ein Beenden und danach ein sofortiges neues Starten des
Programms. Beim Neustart werden dann gleich die geänderten Konfigurationsdateien benutzt.
Ein Reboot entfällt somit.
Nun können Sie Swat das erste mal benutzen. Starten Sie einen Web-Browser,
und besuchen Sie die Seite
http://localhost:901/.
Nun sollte die Startseite von Swat erscheinen:
Welcome to SWAT!
Please choose a configuration action using one of the above buttons
Documentation
...
|
Aber Achtung! Bevor sie jetzt Ihre Konfiguration mit Swat ändern, sollten Sie
wissen, daß Swat beim Abspeichern der smb.conf alle Ihre Kommentare, include-
und copy-Einträge überschreibt.
Sie sollten also, bevor Sie mit Swat Ihre Konfiguration ändern, eine
Sicherheitskopie der smb.conf anfertigen.
Im folgenden wollen wir ein paar nützliche Programme vorstellen, die den Umgang mit Samba vereinfachen:
Gnomba
Gnomba (Gnome-Samba) bietet einem auch unter Linux die von Windows bekannte "Netzwerkumgebung", und das alles
im GTK/Gnome-Outfit:
Im Baumdiagramm kann man sich alle Rechner und dessen erreichbare Resourcen auflisten lassen.
http://gnomba.darkcorner.net/
smbfs
Seit der Version 2.0 von Samba ist das Programm Sambamount nicht mehr Bestandteil des Paketes. Dieses Programm
ermöglicht es einem, Verzeichnisse die von Samba zur Verfügung gestellt werden, wie NFS-Verzeichnisse, über
das Netzwerk zu mounten und in die eigene Dateistruktur einzubinden.
Bei Smbfs handelt es sich um einen Kernelpatch, der nur mit Kernelversionen größer 2.2 funktioniert.
Man erhält diesen Patch unter
http://samba.sernet.de/linux-lan/
Eine schnelle Einführung in die Benutzung von Smbmount findet man unter:
http://www.pro-linux.de/kurztips/2.html
XSMBrowser
Auch XSMBrowser bietet eine "Netzwerkumgebung", diesmal allerdings in TCL/TK progammiert, und leider nicht
annähernd so ansehnlich wie Gnomba, dafür aber um so schneller installiert.

Das Programm läuft schon unter der Version 2.2.x und funktioniert, der Versionsnummer entsprechend,
stabil:
http://www.public.iastate.edu/~chadspen/
GTKSamba
GTKSamba ist keine weitere "Netzwerkumgebung", sondern erfüllt einen gänzlich anderen Zweck. Dieses Programm bietet eine
komfortable Oberfläche zum Konfigurieren von Samba.
Es liest und editiert die smb.conf, alles mit einer GTK-Oberfläche. Da das Programm noch im Entwicklungsstadium
steckt, werden nicht alle Samba-Funktionen unterstützt. Allerdings kann man in diesem Falle die smb.conf auch im Textmodus
editieren. Man findet das Programm unter:
http://www.open-systems.com/gtksamba.html
gsmbstatus
Gsmbstatus ist noch im tiefsten Entwicklungsstadium. Dieses Programm zeigt eine Liste aller angebotenen
Samba-Services.
http://www.plum.de/~mg/
LinNeighborhood
LinNeigborhood ist ein kleines GUI-Programm, welches einerseits eine Liste aller Samba-Rechner anbietet
("Netzwerkumgebung") es aber auch ermöglicht, per Knopfdruck ein Samba-Verzeichnis zu mounten.
http://www.bnro.de/~schmidjo/
Links:
Homepage Samba: http://www.samba.org
Homepage Gnomba: http://gnomba.darkcorner.net/
Homepage smbfs: http://samba.sernet.de/linux-lan/
Tips zu smbfs: http://www.pro-linux.de/kurztips/2.html
Homepage XMSBrowser: http://www.public.iastate.edu/~chadspen/
Homepage GTKSamba: http://www.open-systems.com/gtksamba.html
Homepage LinNeighborhood: http://www.bnro.de/~schmidjo/
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