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Wer ein Modem besitzt, möchte auch gerne vom PC aus Faxe verschicken.Wenn nun auch alle Benutzer des lokalen Netzes über ein Modem Faxe verschicken sollen, eignet sich ein Web-Frontend.
In Verbindung mit einem Hylafax-Server gibt es eine große Anzahl an Software-Lösungen, um vom gesamten Netzwerk aus Faxe verschicken zu können. Denn der Server besitzt die Fähigkeit, von speziellen Clients aus, Verbindung mit dem Server aufzunehmen, um sein Fax zu verschicken, oder ein ankommendes Fax zu lesen.
Eine große Anzahl an Clients existiert bereits, von denen der SuSE-Java-Client
wohl mit die beste Lösung ist, da er betriebssystemunabhängig eingesetzt werden kann. Am unkompliziertesten für den normalen User ist ein simples Web-Frontend, in dem man nur seinen Text und die Telefonnummer eingeben muß und der Rest von alleine geschieht.
Natürlich besitzen wir genügend Ehrgeiz, um ein deratiges Web-Frontend
von Grund auf selbst zu schreiben, und nicht auf bereits fertige Lösungen
zurückgreifen.
Zuerst erstellen wir die Webseite, die der User anwählen soll, um seinen Fax-Text einzutippen. Dafür erstellt man ein Unterverzeichnis namens Fax auf dem Web-Server und in diesem noch ein weiteres namens cgi-bin, in dem das Skript plaziert werden soll: >> mkdir /usr/local/httpd/htdocs/Fax >> mkdir /usr/local/httpd/htdocs/Fax/cgi-bin(Unter SuSE liegt das Verzeichnis des Web-Servers unter /usr/local/httpd/htdocs/. Bei anderen Distributionen kann dies abweichen.) Als nächstes erstellen wir das Web-Formular, welches ungefähr folgendermaßen aussehen sollte:
Das resultierende Frontend wird dann folgendermaßen aussehen:
Grafische Verziehrungen sind natürlich erlaubt, so lange die <input>-Tags nicht gelöscht werden.
Weil das CGI-Script, welches den eingegebenen Text an den Fax-Server weiterleitet,
zur besseren Übersicht im selben Unterverzeichnis liegen soll, muß man Apache noch
mitteilen, daß auch CGI-Skripte von diesem Unterverzeichnis aus gestartet werden
dürfen.
Ein Neustart des Apache-Servers bewirkt, daß die neuen Einstellungen
auch ausgeführt werden: >> /sbin/init.d/apache restart(Unter RedHat) >> /etc/rc.d/init.d/apache restartoder, falls alles nicht hilft: Neu Booten (auch wenn es einem in der Seele weh tut, so etwas zu empfehlen)
Das eigentliche Skript ist schnell programmiert, und es bewirkt eigentlich
nur, daß der geschriebene Text im Verzeichnis /tmp/.fax/ abgelegt wird,
von wo aus der Text im nächsten Schritt mittels eines Cron-Jobs an den Server
übergeben wird.
Dieses Script muß die notwendigen Rechte besitzen, um von den Web-Usern gestartet werden zu können (Befehl als root ausführen) >> chmod og+x /usr/local/httpd/htdocs/Fax/cgi-bin/faxout.cgiAußerdem muß noch das Unterverzeichnis /tmp/.fax generiert werden, in dem die geschriebenen Texte zwischengespeichert werden: >> mkdir /tmp/.fax
Die eigentliche Arbeit erfolgt im Aufrufen eines weiteren Skriptes aus einem
Cron-Job heraus. >> mkdir /root/.cron_jobsWir erzeugen dort ein Skript htmlfax.sh
Außerdem muß dieses Skript auch noch als ausführbar gekennzeichnet werden: >> chmod u+x /root/.cron_jobs/htmlfax.shIn regelmäßigen Abständen soll nun mit diesem Skript das Verzeichnis /tmp/.fax/ durchsucht werden, um die dort befindlichen Faxe abzuschicken. Damit dies auch geschieht, benötigt man einen Eintrag mit folgender Form in der Crontab
Die Crontab läßt sich entweder über grafische Frontends wie VCron oder Kcrontab ändern oder mittels des Befehls (als root ausführen!) >> crontab -eDieser Eintrag schickt nun alle 15 Minuten die bis dahin angefallenen neuen Faxe an den zugehörigen Empfänger. Mit einem anderen Eintrag ist es sogar möglich, die Faxe nur ab bestimmten Zeiten zu verschicken (z.B. ab 6 Uhr), um somit in einen günstigeren Tarifbereich zu fallen.
Das Web2Fax-Gateway ist hiermit fertig, sollte ohne Probleme funktionieren
und kann auch sofort ausprobiert werden.
Natürlich bietet diese noch recht simple Lösung kaum Komfort; sie ist allerdings
sehr robust, und man sieht an diesem Beispiel wunderbar, wie die einzelnen
Komponenten eines Unix-Systems zusammenarbeiten können.
Von deratiger Einfachheit (speziell in Sachen Server-Dienste) sollten sich andere sog. "Betriebssysteme" mal ein Stück abschneiden.
Platz für Kommentare & Fragen:
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