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bunten Knöfen und Reglern. Unter Linux treten gleich drei Konkurrenten an, die alle verschiedene Philosophien vertreten.
Die erste (große) Komplettlösung fürs
Büro
unter Linux war Applixware. Dieses
Paket wurde, im Gegensatz zu den zwei Konkurrenten, zuerst auf Unix-Sysemen
erhältlich und dann später auf Windowsportiert.
Applixware ist am besten an Linux angepaßt. Copy und Paste arbeitet mit den meisten anderen X-Applikationen zusammen und auch das allgemeine Erscheinungbild harmoniert gut mit den anderen Programmen, wirkt allerdings etwas altmodisch. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Grafik-Programm , Mail etc. sind sämtlich in Applixware integriert und werden immer von einer guten Dokumentation begleit. Farben, Schriften, und andere Eigenschaften lassen sich nach eigenen Wünschen Gestalten. Wer das Geld über hat, und eine durchdachte und stabile Office-Lösung haben will, ist mit Applixware gut beraten.
Das Motto "Do everything in one place" ist bis ins extrem erfüllt worden. Im krassen Gegensatz zur sonstigen Unix-Philosophie, für jede kleine Aufgabe eine spezielle Anwendung zu benutzen, wird hier alles, in ein Komplettpaket geschnürt. Das hat dann zwar den Vorteil, daß durch den konsistenten Aufbau die Einarbeitungszeit in die verschiedenen Programmteile kürzer ausfällt, allerdings ist das Programm somit für den normalen Benutzer mit Funktionen ausgestattet, die er wohl nie in Anspruch nehmen wird, da es viel bessere Linux-native Lösungen gibt. Wer wird schon so ein Untier (162 MB Festplattenplatz) zum Newslesen, E-mail schreiben oder gar zum Web-Browsen benutzen. StarOffice geht sogar soweit sogar einen eigenen Desktop mitzuliefern, mit eigener "Win95-Start-Leiste". Kein Wunder, daß Star-Office bei Linux-Benutzern eher unbeliebt ist. Wozu gewöhnt man sich an einen guten Windowmanager, wenn StarOffice mit seinem eigenen ankommt? (Es ist zwar kein WindowManager, den StarOffice bietet, er stellt einen Teil der selben Funktionen). Um StarOffice möglichst portabel zu halten, werden File-Dialoge oder sonstige Dialoge nicht durch den X-Server in einem eigenen Fenster geöffnet, sonder sind nur innerhalb des StarOffice Fenster verschiebbar. Somit bleibt einem kaum etwas anderes Übrig als das StarOffice Fenster zu maximieren, um einigermaßen die Übersicht zu behalten. Ein weiterer Nachteil dieses Portabilitätsbestreben ist die Geschwindigkeit, die die auf einem durchschnittlichen Rechner nicht mehr akzeptable ist. Auf meinem etwas betagtem P133 mit 32 MB Ram braucht StarOffice zum öffnen eines Menüs schon mal 4 bis 5 Sekunden. Ein normales Arbeiten ist somit nicht möglich. 128 MB sind schon Pflicht, wenn der Swap nicht heißlaufen soll. Um die Unix-Integration ist es bei StarOffice auch eher schlecht bestellt. Die File-Dialoge weichen komplett vom "Unix-Standard" ab, und orientieren sich eher an Windows, aber auch das nicht vollständig (Tip: Bei File-Dialogen den oberen rechten Knopf mit dem Pfeil und dem Ordner ca 3 Sekunden Drücken, es öffnet sich dann ein zusätzliches Menü. Wer hätte das gedacht). Man hat das Gefühl, daß StarOffice mit einem kompletten Windows-Emulator kombiniert wurde.
Aber es gibt auch postives zu berichten. Die Textverarbeitung
ist recht intuitiv und für kürzere Texte gut zu gebrauchen.
Gleiches gilt für die Tabellenkalkulation. Ein echtes Highlight
ist der Grafikteil, der durch Open-Gl
Auch WordPerfect ist für Privatpersonen frei erhältlich, und ist bestimmt einen Download wert. Die Oberfläche ist in Motif programmiert und läuft überraschend schnell. Sie wirkt nicht überladen mit Funktionen, und der Benutzer sollte sich schnell zurechtfinden. WordPerfect läuft sehr stabil und ist auch bei längeren Texten nicht überlastet. Allerdings stellt die Druckereinbindung so manchen Benutzer vor Probleme. Wenn der eigene Drucker nicht unterstützt wird, muß man auf Postscript-passthrough ausweichen. Dann ist jedoch nur ein schwarz-weiß Ausdruck möglich. Stabilität, Schnelligkeit und auch die vielen Import/Export-Filter machen Word WordPerfect zur ersten Wahl, wenn es darum geht, nur Texte zu schreiben und gestalterisch aufzuwerten.
Aber es gibt auch noch Programme, die von Privatpersonen entwickelt
werden und unter der GPL vertrieben erden.
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