Das Windowsprogramm bladeenc
gibt es auch in einer Linux-Version. Der Encoder ist speziell auf hohe
Qualität
ausgerichtet und bietet bei mp3-Dateien ab Bitraten von mindestens 192kbps
laut dem "user
oriented MP3 encoding guide" die beste Qualität. Damit werden
die Dateien aber recht groß, und beim Abspielen wird der Prozessor
mehr gefordert. Allerdings soll dies ein verbessertes Höhrerlebnis
mit sich bringen. Der Unterschied ist aber erst mit guten Boxen zu hören.
Die Geschwindigkeit beim Encodieren ist sehr hoch, allerdings hat das
Programm Probleme bei niedrigen kbps ab 128kbps abwärts. Hier
klingen die Mp3-Dateien, wenn man sie z.B. mit mpg123
abspielt, verzerrt, und der Player spuckt ständig Fehlermeldungen
aus, während x11amp keinerlei
Probleme zu haben scheint. Die generierten Dateien sind wohl nicht ganz
formatkonform.
Eine weitere wichtige Eigenschaft von bladeenc
ist die Möglichkeit bladeenc
mit den selben Optionen wie l3enc
aufzurufen. Dies scheint auf den ersten Blick recht unspektakulär,
aber erst damit ist es möglich bladeenc
zusammen mit Frontends einzusetzen, die eigentlich für l3enc
entwickelt wurden.
Das Programm hat die Entwicklungsphase seit einiger Zeit abgeschlossen
und ist in einer Version 1.x.x erhältlich; es wird ständig weiterentwickelt,
wobei der Entwicklungschwerpunkt bei der Windowsversion liegt. Die Linux-Versionen
erscheinen meist mit einiger Verspätung.
Für hohe kbps ist dieses Programm sehr zu empfehlen und sogar
dem l3enc vorzuziehen, für
niedrige kbps-Werte sollte man ihn auf keinen Fall benutzen, da
die so erzeugten Dateien für Höhrer einiger player wie z.B. mpg123
nicht mehr genießbar sind.
Ein weiterer Encoder mit dem einfallsreichen Namen encoder ist erhältlich
unter ftp://wopr.campus.luth.se/pub/mpeg_layer_3/.
Er läuft stabil, und erzeugt auch bei niedrigen kbps-Raten
gute Ergebnisse. Er wird speziell für Linux entwickelt und kompiliert
ohne Probleme. Die Geschwidigkeit ist gut. Allerdings ist es fraglich,
ob dieser Encoder legal ist, da er nur einen verbesserten Algorithmus
der Frauenhofergesellschaft benutzt,
und keinen eigenen.
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