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  WindowMaker Will man selbst Mp3s generieren, wird das schnell kompliziert und zeitaufwendig, da man viele verschiedene Einzeltools benutzen muß.
MP3-IDEs vereinigen alle Einzelteile unter einem Dach, und bieten so die Möglichkeit komfortabel zu arbeiten. 
[ MP3Studio | Grip | XCD-Fnord | GTKmp3make | cdr  | --links--]

Gute Zusammenarbeit

IDE steht für Integrated Developement Enviroment, integrierte Entwicklungsumgebung, und bedeutet eigentlich nur, daß viele verschiedene Programme in einem einzigen zusammengefügt werden, so daß man komfortabler arbeiten kann. Auch für MP3s gibt es derartige IDE´s, so daß man Ripper, Encoder und teilweise auch Player aus einem Programm heraus bedienen kann.

MP3Studio

Das TCL/TK Programm MP3Studio vereinigt unter einer sehr übersichtlichen Oberfläche einen Mp3-Player mit Playlist Editor, DAT-Player, CD-Ripper, Encoder, Sampler, Sample Editor und einen Audio Mixer.

Screenshot

Als Ripper wird das Programm cdparanoia benutzt und auch gleich mitgeliefert. Um den CD-Ripper benutzen zu können, muß man das Programm als root starten, da normalerweise ein User keine Zugriffsrechte auf das Cd-Rom-device hat. Im Ripper kann man dann die gewünschten Tracks auswählen, jedoch noch nicht umbenennen. Außerdem ist das Programm während des Rippens nicht mehr ansprechbar, und es gibt auch keine Anzeige, die einem den Anteil der bereits ausgelesenen Dateien anzeigt. Das größtes Manko besteht darin, daß man beim Erzeugen mehrere Musikstücke von einer CD alle Waves im  erstenSchritt erzeugt, und erst im zweiten die MP3s. Es besteht keine Möglichkeit die Dateien zwischendurch zu löschen. Man benötigt schon eine große Festplatte, um eine CD komplett zu bearbeiten (ca. 1 GB).
Als Encoder kommt der l3enc der Frauenhofergesellschaft zum Einsatz. Diese Programm ist jedoch kostenflichtig, und es besteht keine Konfigurationswahl für einen anderen Encoder.  Allerdings bietet der bladeenc die Möglichkeit auch mit den Optionen des l3enc aufgerufen zu werden, so daß man diesen Encoder nur ins Verzeichnis von MP3Studio kopieren  und in l3enc umbenennen muß. Dann wird statt des l3enc der bladeenc benutzt, ohne daß das MP3Studio den Unterschied bemerkt. Jedoch erhält man dann keine Prozentanzeige mehr.
Der großes Novum an MP3-Studio ist, daß es beim Kompilieren einen eigene Deamon benutzt, der im Hintergrund läuft und eine Warteliste der zu verarbeitenden Wave-Dateien führt. Bietet das System genügend freie Resourcen, nutzt der Deamon diese. Ansonsten hält er sich dezent zurück. Somit ist weiterhin für ein problemloses Arbeiten gesorgt, ohne daß der Rechner zu sehr belastet wird.

XCD-Fnord

XCD-Fnord ist momentan noch in der Entwicklung, (Screenshot), bietet allerdings schon jetzt die Möglichkeit komfortable zu arbeiten. Als Encoder können die Programme bladeenc oder 8hz-mp3 benutzt werden. Die Namen der Tracks werden automatisch von einem CDDB-Server heruntergeladen.

Grip

Grip ist eine IDE, die auch CDs abspielen kann.  Legt man eine neue Cd ein, nimmt das Programm automatisch mit einem CDDB-Server kontakt auf, um die Namen der Tracks zu erfragen. Welcher CDDB-Server angefragt werden soll ist konfigurierbar, und auch ein Proxy ist einstellbar.Somit entfällt beim Rippen sogar das Umbenennen der Dateien.

Screenshot - Grip

Als Encoder ist standardmäßig bladeenc eingestellt, jedoch kann man jeden beliebigen andern Encoder auch benutzen, da der zu übergebende Befehl konfigurierber ist, jedoch verliert man auch hier dadurch die Prozentanzeige. Aus den Daten des CDDB-Server erzeugt das Programm auch gleich den korrekten ID3-Tag, der von einigen MP3-Playern (z.B. feeamp) ausgelesen wird. Beim Rippen, und auch beim Encodieren zeigt eine Statusleiste den bereits abgearbeiteten Prozentsatz an. Werden mehrere Dateien gleichzeitig bearbeitet, so berechnet das Programm erst eine MP3-Datei zuende, löscht dann die Wave-File und geht dann zum nächsten Track. Somit wird nur minimaler Speicherplatz verbraucht.

GTKmp3make

Vor- und Nachteil des Programms mp3make ist es, daß kaum Konfigurationsarbeiten anfallen (Screenshot). Mp3make ist sofort nutzbar, und simpel zu bedienen, allerdings ist es kaum möglich das Programm an eigene Wünsche anzupassen. Jedoch für denjenigen, der schnell  und unkompliziert seine Mp3-Dateien erzeugen will, ist mp3make  ideal. Als Encoder stehen l3enc,m 8hz-mp3, mp3enc (Frauenhofers mpeg 3.0) und bladeenc zur Auswahl. Die Namen der Tracks werden von einem CDDB-Server geladen, der jedoch nicht konfigurierbar ist. Und schon kann man beginnen.

cdr

Im Gegensatz zu all den anderen Programmen besitzt cdr keine graphische Oberfläche, sonder läuft auf der Konsole (Screenshot). Dies ist jedoch nicht immer ein Nachteil, denn trotz Konsole ist dieses Programm durch die Benutzung von Menüs leicht zu bedienen. Die größte Stärke von cdr ist allerdings seine umfassende Konfigurierbarkeit.
Als Encoder werden bladeenc, l3enc und 8hz-mp3 unterstüzt, und auch das Auslesen der Tracks mithilfe eines CDDB-Servers ist möglich. Komfortabel ist die Möglichkeit die Mp3s in einem Rutsch aus den Tracks der CD zu erzeugen. Dabei werden bereits encodierte Dateien gleich gelöscht um Platz zu sparen.



Links
MP3Studio http://mp3.nederland.net
cdr http://www.burdell.org/cdr.shtml
XCD-Fnord http://discordia.bensin.org:83/xcd-fnord/
GTKmp3make http://kfa.cx/mp3make.html
Grip http://www.ling.ed.ac.uk/%7Eoliphant/grip/

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