|
|
|
|
![]() Druckversion |
Zumindest funktioniert die Karte als Anrufbeantworter. Einen derartigen Helfer kann man sich problemlos selbst zurechtkonfigurieren.
Wenn der PC sowieso den meisten Teil des Tages läuft, ohne daß
man anwesend ist, lohnt es sich, den PC als Anrufbeantworter zu
benutzen. Das bietet durch die vielen Konfigurierationsmöglichkeiten
eines solchen Helfers eine Reihe von Vorteilen. Da bei ISDN
die Telefonnummer immer mit übermittelt wird, ist es ein leichtes
diese Nummer auszulesen, und somit für den jeweiligen Anrufer eine
persönliche
Ansage auf dem Anrufbeantworter zu benutzen. Man kann ungewünschten
Personen auch den Zugriff auf den Anrufbeantworter gänzlich
sperren.
Wenn sie ein laufendes ISDN-System unter Linux haben, also mit ISDN
schon ins Internet kommen, sollte vbox schon installiert sein, da
dieses im rpm-Paket von i4l (ISDN for Linux) ab SuSE6.0 mitinstalliert
wird. Vbox ist eine ISDN-Version des programmes mgetty, welches
einen Anrufbeantworter für Analog-modems bereitstellt.
>> /usr/sbin/vboxgetty -d /dev/ttyI0 versuchsweise Ihren Anrufbeantworter starten.
Dann ist vboxgetty korrekt gestartet worden. Nun kann man testweise sich selbst anrufen (bei ISDN ja kein Problem -- einfach von der zweiten Nummer aus intern anrufen), und sehen, ob vboxgetty auf den Anruf reagiert. Dabei sollte man sich einerseits die Log-File von vboxgetty ansehen mit >> tail -f /var/log/vbox/vboxgetty-ttyI0.log und auch die allgemeine Log-Datei mit >> tail -f /var/log/messages Reagiert vboxgetty auf den Anruf ist dies sofort sichtbar in der Ausgabe
der Log-Datei mit einem ähnlichen Eintrag wie
Sollte sich die Log-Datei nicht derart ändern, kann einen die Ausbgabe von /var/log/messages weiterhelfen. Ein möglicher Fehler ist, daß man das Einwählen ins eigene System gesperrt hat. Dies kann man mit yast ausstellen unter Administration des Systems -> Netzwerk konfigurieren -> ISDN-Parameter konfigurieren Dort gibt es die Auswahlpunkte
Sollte vboxgetty nun immer noch nicht auf einen Anruf reagieren, dann kann es auch möglich sein, daß man das falsche Device benutzt. Dann sollte man alle verfügbaren Devices /dev/ttyI# durchgehen (von 0 angefangen), und jedesmal sich selbst anrufen und die Log-Dateien beobachten. (Achtung, nun auch die Logdatei zum jeweiligen Device ansehen, und nicht mehr vboxgetty-ttyI0.log). Meistens liegt hier der Fehler. Hat man erstmal das richtige Device gefunden, und reagiert der Anrufbeantworter, wird man von einer Beispielansage von vbox empfangen. Nun folgt noch die Anpassung einiger Konfigurationsdateien.
Um nun den Anrufbeantworter bei jedem PC-Start automatisch zu starten,
benutzt man einen Eintrag in der Dater /etc/inittab
I0:23:respawn:/usr/sbin/vboxgetty -d /dev/ttyI0 hinzufügen. Man benutzt hier natürlich dasjenige Device, auf
welches vboxgetty reagiert. (Man kann diesen Start zwar auch mit
einem Init-Script lösen, aber die Inittab ist momentan noch
unkomplizierter).
vboxd stream tcp nowait root /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/vboxd Somit sollte der Anrufbeantworter bei jedem Booten immer mitgestartet werden. (Man muß Linux nicht neu booten, um dies zu testen ein init 1 und nach dem erreichen des Single-User-modes ein init 2 reichen auch aus)
Nun müssen nur noch die Konfigurationsdateien an die eigenen Wünsche angepaßt werden. Der User, der den Anrufbantworter nutzen will, sollte sich, wenn noch nicht vorhanden, unter /var/spool/vbox ein Verzeichnis mit seinem Usernamen anlegen. Also z.b. für den Benutzer frank5 unter /var/spool/vbox/frank5 In dieses Verzeichnis werden dann die Beispielkonfigurationen
hineinkopiert, die mit vbox geliefert werden und unter standardmäßig
unter /usr/doc/packages/i4l/vbox /examples liegen.
Nachrichten unter /var/spool/vbox/frank5/incoming
Als normaler Benutzer (nicht root) kann man jetzt mit dem Programm SuSEVbox
die eingegangenen Nachrichten anhören. Ansagen nimmt man am
besten so auf, daß man sich selbst anruft, und die dadurch erzeugte
Datei im Verzeichnis incoming einfach umbenennt und nach messages
kopiert.
Das Script standard.tcl ist für die Verarbeitung der eingehenden Nachrichten zuständig, und verschickt standardmäßig eine Mail an den Benutzer, sobald eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter liegt. Somit kann man über biff, oder einen beliebigen andern Mail-Monitor auch gleich den Anrufbeantworter im Auge behalten. Hier zwei Konfiguratiosdateien. Speziell die defaultmäßig mitgelieferte Datei standard.tcl macht bei einigen Systemen probleme Abschließend noch zwei Tips:Der Piepton zwischen Ansage und Aufnahme sollte möglichst lang sein, da er ansonsten in einem Knackgeräusch untergeht. Da SuSE es bei älteren SuSE-Distributionen versäumt hat, die nötigen Programme (pvftools) für das Abspielen und konvertieren der Message-Dateien mitzuliefern, kann sich schnell mit folgenden beiden Scripten abhelfen:
Platz für Kommentare & Fragen:
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||