|
|
LinuxNetMag #2
 Druckversion
|
|
Windowmanger gibt es wie Sand am Meer. Viele,
die nicht KDE benutzen wollen, bleiben aber trotzdem noch beim Veteranen
FVWM.
Recht neu ist WindowMaker, der aber aufgrund seiner immer größer
werdenden Popularität eine rasante Entwicklung hinter sich gebracht
hat.
Außerdem arbeitet er bestens zusammen mit GNOME.
[ DockApps | wmakerconf
| TKStep & GTKStep | aterm
| --links--]
| Ihr nächst Schritt wird GNUStep |
WindowMaker ist einer von drei relativ neuen Windowmanagern, die für
viel Furore gesorgt haben neben Enlightenment und IceWM.
WindowMaker besticht durch Schnelligkeit, leichte Konfigurierbarkeit,
schon seit längerem durch Stabilität und nicht zuletzt durch
durch sein an NextStep angelegtes Design.
Der WindowMaker besitzt eine sog. Docking-Staition, und einen
Clip.
In beiden können über Icons Programme gestartet werden, oder
Programme im Icon gestartet werden. Der Unterschied zwischen Docking-Station
und Clip ist, daß die Icons der Docking-Station auf
allenvirtuellen
Bildschirmen erhalten bleiben, während der Clip auf verschiedenen
virtuellen Bildschirmen auch verschiedene Icons beherbergen kann.
Schnell hat die Linux-Gemeinde eine große Anzahl an Dock-Apps
entwickelt, d.h. Applikationen, die in der Docking-Station laufen, und
größtenteils Systeminformationen liefern.
   
Die hier gezeigten Programme sind
-
wmtime, eine analog und Digitaluhr
-
wmifs, ein Netzwerkmonitor,
der den Durchsatz der Datenübertragung anzeigt
-
wmmon, ein Programm, daß
die CPU-Auslastung darstellt
-
wmmail, ein
biff-Clone, der einen bei neuer Post informiert
Aber es gibt mittlerweile viele andere Dock-Apps, über Spiele, CD-Player,
Fernsehmonitore
bis hin zur Pinnwand für Notizen. Die wohl größte Auswahl
an Dockapps gibt es im "Dock
App Warehouse".
Zwar wird dem WindowMaker das Programm WPrefs zur Konfiguration
gleich mitgeliefert, allerdings unterstützt dieses Programm nicht
alle Konfigurationsmöglichkeiten, die der WindowMaker bietet. Speziell
das erstellen von eigenen Themes ist damit nicht möglich.
Diese Lücke versucht das Programm wmakerconf
von Ullrich Hafner zu schließen, welches als Ergänzung und nicht
als Ersatz zu WPrefs zu sehen ist. Das Programm kann sich selbständig
aus dem Internet updaten, und in festlegbaren Intervallen die neuesten
Icons vom www.themes.org -Server laden.
Auch vorkompilierte rpm-Pakete für Suse-6.0 stehen auf
der Hompage
des Autors zum Download bereit, so daß sich eine Installation
unproblematisch gestalten sollte.
Unter Gnomeliebhabern ist die Kombination Gnome/WindowMaker sehr beliebt.
Dies liegt unter anderem daran, daß die Kommunikation zwischen
diesen beiden Programmen von Anfang an immer sehr gut war, und somit der
Windowmanager die Möglichkeiten von Gnome ausschöpfen konnte
(z.B. das automatische Positionieren von Fenstern auch über Gnome
konfigurierbar ist). Um diese Fähigkeiten zu nutzen, sollte man bei
WindowMaker, falls man ihn selbts kompiliert, beim configure-Script
zusätzlich die Optione:
./configure --enable-gnome
benutzen. Weiterhin gibt es ein paar Möglichkeiten, wie man WindowMaker
und Gnome besser aufeinander abstimmen kann.
So übernimmt das Panel von Gnome die Funktionen der Docking-Station,
so daß man diese über das mitgelieferte Konfigurationsporgramm
WPrefs deaktivieren kann. Dock-Apps, die in der Docking-Station
liefen, kann man jetz einfach in der autostart des WindowMakers
~/GNUstep/Library/WindowMaker/autostart
starten. Die Programme laufen dann als Icon, und sind somit auch auf
allen Desktops sichtbar. Ansonsten können auch die Applets
des Panels diese Funktionen übernehemen. Allerdings ist dort die Auswahl
noch nicht so groß.
Wenn man noch bei den "Global Properties" des Panels die Tiles
bei jeglichen Icons deaktiviert, und dann die Farbe der WindowMaker-Icons
auf die Farbe des Panels abstimmt, kann man zwischen WindowMaker und Gnome
nur noch schwerlich unterscheiden. Die Integration ist perfekt.
Jetzt muß man nur noch warten, bis die QT-Libraries
in der Version 2.0 auch Themes unterstützen. Dann könnte
man auch QT-Programme in den Gnome/WindowMaker Desktop integrieren.
Seit der Version 1.1.12 unterstützt GTK Themes. Das heißt,
GTK ist nicht wie andere Widgets im Aussehen festgelegt, sonder kann nach
Belieben konfiguriert werden. Mittlerweile gibt es eine recht ansehnliche
Sammlung
an Themes unter http://gtk.themes.org.
Besonders interessant ist die Möglichkeit GTK wie NextStep
aussehen zu lassen. Das Theme, welches als zu kompilierendes Programm
erhältlich ist, heißt GTKStep.
Da auch der WindowMaker versucht das Aussehen von NextStep zu emulieren,
passen die Gnome-Programme und WindowMaker-Fenster damit sehr gut zusammen.
Zwischen den verschiedenen Themes kann man dann mit Hilfe des Gnome
Control
Centers hin und her wechseln.
Einer weitere Möglichkeit wenigstens visuell Programme an WindowMaker
anzupassen, ist die TCL/Tk-Erweiterung TKStep, die von SuSE mitgelifert
wird. Dieses Programm ermöglicht es, TCL/TK-Programme wie NextStep
unter aussehen zu lassen.
Auch das Teminal sollte zum Desktop passen. Wer das von Gnome
mitgelieferte Terminal nicht mag, sollte sich mal aterm
anschauen. Denn wer das Programm mit der Option
./configure --with-next-scroll
konfiguriert wird mit einem schönen Scroll-Balken im NextStep
Design belohnt. Fast schon zum Standards von Teminals gehört es heutzutage,
daß es auch Transparenz und feste Hintergrundbilder unterstützt.
Wer derartiges unbedingt braucht, kann auch diese Funktionen bei aterm
nutzen.
Platz für Kommentare & Fragen:
(selbst eintragen)
|